Großer Teilerfolg: Keine Rodung im Hambacher Wald in der Saison 2017/18!

Die Klage des BUND NRW gegen die Vernichtung des letzten Restes des Hambacher Waldes hat zu einem erfreulichen Teilerfolg geführt, der sicher auch mit dem wachsenden Widerstand und dessen zunehmender öffentlichen Wahrnehmung zu tun hat.

Der Streit um den Tagebau ist damit allerdings noch lange nicht beendet und der Widerstand muss weiter wachsen.

Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND NRW, schreibt dazu:
„Wir haben einen wichtigen Etappensieg errungen. Bedanken möchten wir uns bei den vielen Menschen, die unsere Arbeit unterstützen, sei es durch Spenden für die juristische Auseinandersetzung, sei es in den Netzwerken, auf politischem Parkett und bei Aktionen.“

Großer Dank und Anerkennung gebührt aber auch Dirk Jansen selbst, der sich in dieser Frage unermüdlich engagiert.

Pressemitteilung des BUND NRW hier.
Über den Button „WEITER“ auf der Seite des BUND NRW gelangt man zu weiteren (Hintergrund-)Informationen.

BUND-Chronologie des Tagebaus seit 1950 hier.

Am 14. Dezember hatte der WDR über die aktuelle Situation informiert. Hier geht es zu diesem Beitrag.
Am Ende heißt es: Nach Aussage von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) wird es vor dem nächsten Herbst keine Rodungen geben.
„Da ab März laut Naturschutzgesetz ohnehin keine Bäume mehr gefällt werden können, kommen Abholzungen im Hambacher Forst nicht vor Oktober 2018 in Betracht“, sagte Pinkwart dem WDR.

Filmtipp: „Lasst die Kohle in der Erde – Rote Linien für das Klima“

Der Film, den der WDR am 8.11.2017 gesendet hat, berichtet über verschiedene Facetten des Widerstands im Rheinischen Braunkohlerevier.

Hier der Link zum Film (Laufzeit: 29 Minuten).

Bereits 2016 hatte die Erderwärmung 1,3°C erreicht.

Quelle von ECMWF hier .

Über 80 Ökonomen: Appell für ein Ende der fossilen Investitionen!

Anlässlich des „Eine Welt Gipfels“, der am 12. Dezember 2017 zwei Jahre nach der Pariser Klimaschutzkonferenz unter Leitung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron stattgefunden hat, haben über 80 Ökonomen einen Appell veröffentlicht. Darin wird zum sofortigen Ende aller weltweiten Investitionen in fossile Energieproduktion sowie deren Infrastruktur aufgerufen. Außerdem fordern die Ökonomen eine dramatische Steigerung der Investitionen in Erneuerbare Energien. Priorisiert werden sollen die enormen Investitionschancen für eine Zukunft mit 100% Erneuerbaren Energien.
Hier der Appell.

Mehr als 20 Staaten für Kohleausstieg!

Gegen Ende der Bonner Klimakonferenz (COP23) haben sich mehr als 20 Staaten zum Ausstieg aus der Kohleverstromung verpflichtet.

Deutschland ist nicht dabei.

Hier geht es zu einem Bericht aus dem Handelsblatt.

Kohleausstieg plus Atomausstieg – geht das?

Kurz nach dem Ende der Bonner Klimakonferenz (COP23) wurde ein Text von Franz Garnreiter vom isw veröffentlicht mit dem Titel „Kohleausstieg plus Atomausstieg – geht das, ohne dass die Lichter ausgehen?“ Untertitel: „Heuchelei und Verlogenheit sind Hauptbestandteile deutscher Klimapolitik“

Der Artikel enthält zahlreiche Informationen und ist trotzdem knapp und konzentriert. Außerdem enthält er zahlreiche Quellenangaben.
Hier der Link.

Zur Situation im Hambacher Wald

Zu den rechtlichen Auseinandersetzungen und zur Situation im Hambacher Wald gab es auf WDR 5 einen hörenswerten Kommentar.

Dazu nachfolgend auch ein aktueller Text, den Antje Grothus am 26.11. verbreitet hat:

„Liebe Unterstützer und liebe Unterstützerinnen,

jetzt ist es so weit: das Gebilde aus RWE, innogy und NRWE will tatsächlich unwiederbringliche Fakten schaffen und den Hambacher Wald endgültig vernichten.

Angesichts vieler auf dem Tisch liegender Fakten, kann das nur als reine Machtdemonstration verstanden werden, in der es an uns allen ist RWE und innogy dafür zu ächten. (mehr …)

Ziviler Ungehorsam gegen Braunkohle

Während der Klimakonferenz COP23 gab es auch Aktionen des zivilen Ungehorsams direkt gegen die Braunkohleverstromung:

1. Blockade im Tagebau Hambach: Link zur Website

2. Unterbrechung der Kohlezufuhr im Kraftwerk Weisweiler: Link zur Website

Demonstrationen anlässlich der Klimakonferenz COP23

© Markus Feger, Düsseldorf, Demo 4.11.2017

Vom vom 6. bis 17. November 2017 hat in Bonn die Klimakonferenz COP23 stattgefunden.

An den beiden Demonstrationen am 4. und 11. November haben auch einige Dortmunder*innen teilgenommen, darunter jeweils eine Gruppe von Attac Dortmund.

An der Demo am 04.11. hatten nach Zählung der Veranstalter 25.000 Menschen teilgenommen. Es war die größte Anti-Kohle-Demo, die es in Deutschland je gab.
Auf der Website zur Demo findet man Bilder und Informationen sowie Links zu einem umfangreichen Medienspiegel, zu Redebeiträgen und Weiteres.

An der Demo am 11.11. ab 11:11 Uhr unter dem Motto „Schluss mit dem faulen Zauber – Wir treiben die bösen Geister des Klimawandel aus: Kohle, Erdöl, Atom“ hatten nach Zählung der Veranstalter über 2.000 Menschen teilgenommen.
Auch hier findet man mehr auf der Website der Veranstalter.

 

Anfrage Erneuerbare Energien bei Steag

Am 25.10.2017 hat Bündnis 90/DIE GRÜNEN zu Erneuerbaren Energien bei Steag im Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften eine Anfrage in Form eines Antrags eingebracht: Anfrage

Mit Datum vom 9.11.2017 hat OB Sierau geantwortet: Antwort

Ob die Antwort einer kritischen Überprüfung standhält, wäre noch zu klären.

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