Mit einer gemeinsamen Pressemitteilung haben Akoplan und der BUND Dortmund die neuen Stromtarife der DEW21 aufs Korn genommen.

Einfach und ehrlich, wie die DEW-Werbung behauptet? Nein, die neue Tarifstruktur der DEW sei eher unübersichtlich und verwirrend. Mit Kaffee-Gutscheinen und Handwerker-Dienstleistungen, die nichts mit dem Stromprodukt zu tun haben, sollen offenbar neue Kundenkreise angelockt werden. Unklar bleibe, wie viel der Kunde im Endeffekt für den eigentlichen Strom und wie viel für diese Zusatzleistungen auf den Tisch legt. Zudem fehle es an einer tabellarischen Übersicht, mit der die Kunden die bisherigen Tarife mit den neuen Produkten vergleichen können.

Kritikwürdig sei ferner die Verwendung des Begriffs Ökostrom. Die DEW-Werbung suggeriere, dass der Kunde gegen einen Mehrpreis von einem halben Cent pro kWh reinen Ökostrom beziehen könne. Das sei aber Etikettenschwindel, solange der Bezug von Ökostrom durch einige Kunden nur die vermehrte Lieferung von Graustrom an andere Kundengruppen zur Folge hat. Laut Eigenangaben von DEW stammen schließlich immer noch 33 Prozent des vom Unternehmen gelieferten Stroms aus Kohle- und 9 Prozent aus Atomstrom (Strommix 2014).

Wer sicher gehen möchte, dass er mit seinen Stromzahlungen nicht doch noch die konventionelle Energiewirtschaft unterstützt, der wechselt besser zu einem der wenigen echten Ökostromanbieter. Der vom BUND unter der Web-Adresse www.bund-dortmund.de/oekotipps/oekostrom angebotene Vergleichsrechner zeigt, dass echter Ökostrom durchaus nicht teurer sein muss als DEW-Strom.

 

Der vollständige Text der Pressemitteilung hier: Akoplan-BUND-zu-DEW-Tarifstruktur