Zu den rechtlichen Auseinandersetzungen und zur Situation im Hambacher Wald gab es auf WDR 5 einen hörenswerten Kommentar.

Dazu nachfolgend auch ein aktueller Text, den Antje Grothus am 26.11. verbreitet hat:

„Liebe Unterstützer und liebe Unterstützerinnen,

jetzt ist es so weit: das Gebilde aus RWE, innogy und NRWE will tatsächlich unwiederbringliche Fakten schaffen und den Hambacher Wald endgültig vernichten.

Angesichts vieler auf dem Tisch liegender Fakten, kann das nur als reine Machtdemonstration verstanden werden, in der es an uns allen ist RWE und innogy dafür zu ächten.

Die aktuelle politische Diskussion und viele Veröffentlichungen, u.a. des Wirtschaftsministeriums und der Bundesnetzagentur, haben ebenso wie die Weltklimaverhandlungen in Bonn gezeigt: das Ende der Kohle naht!

Entgegen der Empfehlungen auch eines Richters beim VG Köln, der genau diese aktuelle Lage so trefflich skizziert hat und einen Beitrag zum Rechtsfrieden leisten wollend einen Vergleich vorgeschlagen hat, rüstet RWE auf und will morgen mit den Rodungsarbeiten starten.

Rodungsarbeiten, die nur noch durch massiven Polizeischutz durchgeführt werden können, weil es nicht nur Waldbesetzer*innen, sondern auch zahlreiche bürgerliche Akteure gibt, die diesem wahnsinnigen Treiben des Energiekonzerns nicht länger tatenlos zuschauen wollen und schon jetzt im Wald unterwegs sind.

Und die nordrhein-westfälische Landesregierung duldet dieses Aufeinandertreffen von Menschen, Polizist*innen einerseits und Freund*innen des Hambacher Waldes andererseits,  nicht nur, nein, Sie befürwortet es sogar. Es ist unfassbar, dass auf dem Rücken all der vorgenannten Menschen nun der Konflikt ausgetragen wird, den die Politik dringend lösen müsste. Zumal bereits seit Jahren u.a. Anwohner*innen und die Kirche um Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung dieses Konfliktes bittet und unermüdlich darauf hinweisen, dass der soziale Frieden in der Region gefährdet ist.

Wichtig ist nun, dass viele Menschen in den kommenden Tagen im Wald sind. Kommt in rot oder mit roten Accessoires in und an den Wald, macht deutlich, dass dieser Wahnsinn eine Ende haben muss. Bleibt entschieden und deutlich, kreativ und friedlich, stellt mit eurer Anwesenheit Öffentlichkeit her.

Ein möglicher Anlaufpunkt sind angemeldete Mahnwachen. Dort könnt ihr euch auch melden, wenn ihr euch in der kommenden Zeit aktiv einbringen möchtet. Eine Mahnwache findet Ihr ab Montag am Eingang von Buir (50170 Kerpen) aus Richtung Wald, an der L 276.

Passt alle gut auf euch auf und bleibt achtsam!

Mit herzlichen, solidarischen und zugleich fassungslosen Grüßen,

Antje“