(Presseerklärung des Bündnisses v. 28.9.2015)

Am Dienstag, den 29.09.2015, findet die nächste Aufsichtsratssitzung der Dortmunder Stadtwerke (DSW 21) statt. In dieser Sitzung soll ein Beschluss von großer Tragweite für die Stadt Dortmund gefasst werden: Die Verlängerung des Vorstandsvertrages mit Guntram Pehlke, dem aktuellen Chef der größten und wichtigsten Stadttochter.

Der Beschluss soll offensichtlich still und heimlich und möglichst unbemerkt von der Öffentlichkeit durchgezogen werden. Dies ist keine Überraschung, denn nicht ohne Grund hat Guntram Pehlke in der Dortmunder Öffentlichkeit ein denkbar schlechtes Ansehen.

Wer die Mehrheitsverhältnisse kennt, wird zwar kaum an der Wiederwahl von Herrn Pehlke zweifeln. Für die Zukunftsfähigkeit der Stadt Dortmund wäre dies allerdings eine fatale Fehlentscheidung.

Zahlreiche Fehlentscheidungen in Dortmund sind unter Mitwirkung und Einfluss von Herrn Pehlke getroffen worden, der ohne wenn und aber für den Schulterschluss mit RWE steht. Zu diesen Fehlentscheidungen gehören die Anhäufung von immer wertloser werdenden RWE-Aktien bei der Stadt und bei den Stadtwerken, die fatale Entscheidung, in das RWE-Pannenkraftwerk Gekko zu investieren und die Zustimmung zur weiteren Beteiligung von RWE an der profitablen Stadtwerkstochter DEW21. U.a. durch die Politik der engen Bindung an RWE hat er der Stadt Dortmund schon erheblichen Schaden zugefügt, und der Schaden könnte mit dem weiteren Niedergang von RWE noch dramatische Ausmaße annehmen.

Auch über Dortmund hinaus verkörpert Herr Pehlke wie kaum ein Anderer den im Ruhrgebiet weit verbreiteten Filz zwischen Energiekonzernen und (Groß-) Kommunen. Als Chef der Dortmunder Stadtwerke hat er ein immer größer werdendes Imperium von Beteiligungen aufgebaut, in denen er maßgeblichen Einfluss ausübt. Damit wird DSW21 für die Öffentlichkeit und die Lokalpolitik immer schwerer kontrollierbar, geschweige denn steuerbar. Neben seinem Posten als Vorstandsvorsitzender der DSW21, der ihn offenbar nicht auslastet, sitzt er in ehn Aufsichtsräten in der Region! So ist er z.B. Aufsichtsratsvorsitzender sowohl der STEAG als auch der Gelsenwasser AG und stv. Aufsichtsratsvorsitzender der benachbarten Stadtwerke Schwerte GmbH.Zudem ist er Geschäftsführer von drei weiteren Gesellschaften. Dies alles qualifiziert ihn als hochkarätigen Strippenzieher jenseits öffentlicher Beobachtung und Kontrolle.

Der Charakter des Macht-Menschen Pehlke zeigt sich u.a. am Umgang mit den Geschäftsführern der Stadtwerke-Töchter. Die Art und Weise, wie er beispielsweise zu Beginn des Jahres 2014 vergeblich versucht hat, Herrn Dr. Brinkmann als Chef von DEW21 den Stuhl vor die Tür zu setzen, kam in der Dortmunder Öffentlichkeit gar nicht gut an!

Für die Energiewende in der Region und insbesondere vor Ort sind Leute wie Herr Pehlke völlig fehl am Platz, denn er agiert faktisch als Gegner der Energiewende. Was für die Energiewende vor Ort gebraucht wird ist neues politisches Personal, das bürgernah agiert, demokratisch, sozial und ökologisch denkt und handelt, und dem die Großmannssucht nicht aus allen Knopflöchern quillt!